Interview mit Dr. Benjamin Andreas Berk

Lieber Herr Dr. Benjamin Berk,

viele meiner Leser, wie auch ich haben von ihrer Arbeit via Facebook erfahren. Ein junger passionierter und einfühlsamer Tierarzt, der sich der Epilepsie beim Tier (Hund und Katze) verschrieben hat.

Viele User berichten von sichtbaren Erfolgen nach/ während der Behandlung bei Ihnen. Sie haben einige Hundebesitzer und bestimmt auch Katzenbesitzer glücklich gemacht, indem sie die Abstände der Anfälle minimieren konnten.

Ich durfte mich selbst davon überzeugen. Wir stehen zwar zurzeit noch am Anfang, aber was ich sagen kann ist, dass ich nach dem einstündigen Telefonat zum Einen wesentlich informierter bin (und das trotz schon 2 jähriger Betreuung von Tierärzten/ Neurologen) und zum Anderen sie mir sehr viel Hoffnung und Sicherheit gegeben haben. Meiner Meinung nach das allerwichtigste bei der schrecklichen Erkrankung Epilepsie.

Nun komme ich zum eigentlichen Interview. Die folgenden Fragen sind teilweise von FacebookUsern der Gruppe: „Epilepsie bei Hunden“ und persönliche Fragen, die mich interessiert haben, um das sehr positive Bild, welches ich von Ihnen bekommen habe, abzurunden:

 

  • Hatten Sie als Kind in der Familie schon mit Tieren/ Hunden Kontakt? und was war der ausschlaggebende Punkt Tiermedizin zu studieren?

 

„Tiere sind, waren und werden immer für mich ein unerlässlicher und ganz besonders wertvoller Bestandteil in meinem Leben sein. Ich kann mich nicht an einen Zeitpunkt in meinem Leben zurück erinnern, während dessen ich keine Tiere hatte. Seitdem ich denken kann, stand für mich fest, ich will Tieren helfen oder wie meine Mama immer sagte: „Schon als 4 jähriger sagte er, dass er mal „Tierdoktor“ werden wollte; dies hat sich nie geändert“!

Tiere sind treu, ehrlich, direkt und machen dir ganz klar, was sie von dir oder auch nicht halten. Bedingungslose Liebe bekommt man Tag für Tag von seinem Tier, ohne dass eine Gegenleistung dafür erwartet wird. In vielen Phasen – Up and Downs – meines Lebens konnte ich diese Liebe, den Halt, die Treue und unendliche Zuneigung spüren, möchte diese nie mehr missen.“

 

  • Warum haben Sie sich auf Neurologie spezialisiert?

 

„Eine sehr gute Frage: Die Faszination für die Komplexität hinter dem Nervensystem war schon immer sehr groß! Wie schafft es ein so enorm, hoch entwickeltes Organ unter den verschiedenen Spezien, Lebewesen zu dem zu machen, was Sie sind, können oder tun wollen. Was das Nervensystem zu können vermag bei Mensch, wie Tier, uns dazu befähigt, unter- und miteinandern wie auch der Umwelt zu interagieren, Persönlichkeit zu zeigen und ein Lebewesen zu dem macht, was es nach Außen ist, das wollte ich schon immer detaillierter verstehen und begreifen können. Das erweiterte und übersetzte Wissen zu besitzen, was bei welcher Erkrankung oder pathologischen Veränderungen des Nervensystem passiert, um dann therapeutisch behandeln oder „austricksen“ zu können, diese Herausforderung wollte ich aufnehmen.“

 

  • Was lieben Sie an ihrem Beruf am meisten?

 

„Ganz klar und simpel, die Tiere! – Jede tierische Persönlichkeit stellt mich immer wieder vor eine individuelle Herausforderung, diese zu verstehen, mich speziell anzupassen, und durch Empathie – gerade auch an auch schwierige Patienten – ranzukommen, anschließend eine Freundschaft, eine Verbindung zu den Vierbeiner zu schließen, dies beflügelt mich immer mit enormen Glück. Das besondere Tierarzt – Vierbeiner – Vertrauen ist für mich eine tägliche Challenge, und ebenso mein Glück des tierärztlichen Alltages.  

Doch natürlich, auch! der Umgang mit den Besitzerin auf einer gemeinsamen Ebene, gemeinsam für das Tier, im Team zu arbeiten, finde ich immer wieder einmalig!“

 

  • Warum der Schritt nach London?

 

„Ursprünglich plante ich eine Promotion als PhD. in den Naturwissenschaften (Neurobiologie) an der Universität Heidelberg zum Thema: „Neuroregenerative Implantate – Neuroprosthetik“ zu verfolgen. Das Projekt beinhaltete die Entwicklung von „Bahnen“ bei Nervendurchtrennungen oder Rückenmarksverletzungen. Durch mein absolviertes Doppelstudium war dies für mich ein logischer und spannender Schritt. Jedoch bemerkte ich fix, dass die Laborarbeit, so fern vom Patienten, ohne die direkte Anwendung, mir keine absolute Zufriedenheit gab. ICH WOLLTE MEHR!

So entschied ich mich – nach langem Kampf gegen den eigenen Plan und Perfektionismus – mich nach Alternativen in der klinischen Forschung zur Veterinärneurologie umzusehen. Am liebsten wollte ich zur Förderung meiner Internationalität ins englisch-sprachige Ausland. Das es im Bereich der Tierepilepsie sein musste, war recht schnell klar.

Um ehrlich zu sein, scheute ich in den Anfangsmonaten meiner Assistenzarztzeit in der Tierklinik Wiesloch ganz besonders Patienten mit der Anmeldung „Epilepsie“ – Warum? – Es war für mich als frischer Tierarzt einfach nicht greifbar, verständlich und die Angst, Fehler zu machen zu groß. Gerade auch an der Uni ist das vermittelte Wissen unzureichend, einen Patienten und den Besitzer wirklich adequat zu betreuen fast unmöglich.  Interessanterweise, habe ich die Eigenschaft, mich genau diesen Herausforderungen auf die Dauer zu stellen, um diese in meine Stärken umzuwandeln (Prinzip: The Growth Mindset). So entwickelte sich bereits dort mein besonderes Interesse für diese Erkrankung. Basierend auf meinen neurobiologischen Grundlagen und Anwendungen in der Laborforschung in der Biologie, verfolgte ich den Ausbau und die Erweiterung meines Wissens in der Tierepileptologie. Doch, sehr schnell stoß auch ich auch auf Hindernisse, gab es neben dem Einsatz von Medikamenten keine andere Option für unsere Vierbeiner? – So kam mit einem Blick in das humanmedizinische Umland die Ernährung oder spezielle Fütterung (Neurodiätetik) in mein Blicklicht.  

Während dieser Zeit kam es dann zur Kontaktaufnahme mit einem der führenden Tierepileptologien in der akademischen Welt – Prof. Dr. Holger Volk. So spontan, wie ich nun einmal bin, schrieb ich eine kurze Email, klopfte an seine Tür, mit einem Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung im Gepäck und fragte für eine PhD-Stelle in der klinischen Veterinärneurologie an.

Mit offenen Armen empfangen reiste ich dann für eine erste Hospitation im April 2016 nach London an das Queens-Mother Hospital des Royal Veterinary College. Das Projekt von „Mittelkettigen Fetttsäuren als Öl“ im Rahmen eines diätetischen Managements für Hunde entstand, ich war angefixt und wollte nicht mehr Weg. Nach Hürden der Bürokratie, einem internationalen English-Test, der Registrierung in der englischen Tierärztekammer (MRCVS) und dem Zulassungsverfahren, konnte ich mich am 11. Juli 2016 PhD Student des RVC der Universität London nennen. Tschaka! Los konnte es gehen mit der europaweiten Forschung zum neurodiätetischen Management der idiopathischen Epilepsie des Hundes.“

 

  • Kommt es häufig vor, dass ein Hund nur einen Anfall hat und danach nie wieder?

 

„Wirklich Statistiken zu diesme Thema – aufgrund der hohen Dunkelziffer – gibt es nicht, jedoch gibt es schon einige Patienten, die speziell in den jungen Monaten/ Jahren oder der Pubertät einen epileptiformen Anfall erleiden und dann nie wieder. Ich rate grundlegend immer an, eine neurologische, allgemeine Untersuchung, samt Basis-Blutcheck durchführen zu lassen. Danach müssen die Daumen gedrückt werden!“

 

  • Ab welcher Anzahl von Anfällen sollte mit einer Medikation begonnen werden?

 

„Nach den internationalen Richtlinien sind wiederkehrend, 2 Anfälle innerhalb von 6 Monaten, oder 1 Anfall in einem Quartal bereits für eine Behandlung sprechend. ABER, sollte man auch hier immer den Anfall bewerten, die Abstände besprechen und der Tierarzt natürlich vermeiden, Medikamente nur dann einzusetzen, wenn ein Risiko für Leib und Seele des Patienten bestimmt. Dies gilt individuell zu beurteilen durch einen Tierarzt. Natürlich ist es immer das Ziel, keine Medis einzusetzen zu müssen! Das Notfall-Package mit Notfallmedikation, wie Diazepamtuben, sollten aber bereits bei 1 Anfall immer zu Hause vorhanden sein und durch den Tierarzt besprochen sein.“

 

  • Wann ist Pexion angesetzt, wann Luminal?

 

„Eine wahrhaftig komplexe Frage und kann nicht direkt pauschal beantwortet werden! Während Pexion kaum Nebenwirkungen im Sinne von Organschäden aufweist, musst man bei Luminal (oder Phenobarbital) immer die Leberverstoffwechselung mitbedenken. Beide Medikamente haben klassische Nebenwirkungen, wie viel fressen, trinken und pinkeln.

Prinzipiell sollte Pexion eher bei milden bis sanft moderaten Formen der Epilepsie (einzelne Anfälle in Wochen bis Monatsabständen). Es sollte nicht als primäres Antiepileptikum bei Hunden oder Katzen mit Cluster-Anfällen oder bei einem Status epilepticus eingesetzt werden (EMEA 2012). Phenobarbital rutscht somit auch nach den internationalen Standard an Platz 1 bei moderaten bis allen Formen der Epilepsie.“

 

  • Wirken sich die Medikamente negativ auf das Immunsystem der Hunde aus?

 

„Es gibt Berichte aus der Humanmedizin über ein sogenanntes „antiepileptic hypersensitivity syndrome (AHS)“, was ein herabgesetztes Immunsystem hervorruft und somit zu Folgesyndromen führt. Bis dato, hatte ich diesen Fall noch nicht, kann aber sagen, dass einige Epileptiker gesundheitlich anfälliger sind als nicht-epileptische Patienten.“

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21542845

 

  • Bei Anfällen können Gehirnzellen absterben. Ab welcher Dauer kann man davon ausgehen, dass etwas kaputt geht. Ist es irreversibel?

 

„Prinzipiell sterben bei allen Anfällen Gehirnzellen ab, jedoch korreliert die Menge mit der Dauer der Anfälle. Ab einem Anfall von 5 min – DAUERKRAMPF – kann das Nervenzellsterben, Ödem im Gehirn und die Unterversorgung mit Sauerstoff zu massiven irreversiblen Schäden führen. Potentiell muss man sagen, dass alle Epileptiker im Laufe der Lebenszeit durch die Vernarbung auch verhaltensbedingte Veränderungen zeigen.“

 

  • Könnte eine Impfung Auslöser für Anfälle sein?

 

„Schwer zu sagen, es gibt keine Daten dazu. In seltenen Fällen wurde über eine dadurch hervorgerufen Autoimmunerkrankung diskutiert, jedoch bis heute nicht bestätigt. Für mich als praktizierender Tierarzt sollte jeder Hund grundimmunisiert (GI) werden! – Tollwut bleibt je nach Auslandsaufenthalten weiterhin diskutabel. Nach der GI rate ich in der Regel – außer es ist ein hoher Infektionsdruck vorhanden – zu Titerbestimmungen und Auffrischung nach Bedarf. Beachten Sie hier, dass es bei diversen Zuchtvereinen, Hundeschulen, oder auch beim Grenzübertritt besondere Richtlinien – vom Gesetz –  zu berücksichtigen sind.“

 

  • Ist die Gabe von Spot-on bei einem Epi Hund ratsam?

 

„Betrachtet man die Wirkungsweise der „Spot-Ons“ als Nervengift gegen Parasiten zu wirken, ist die Frage relativ leicht zu beantworten. AUCH! Wenn es bis dato keine klinischen Studien über einen Provozierung von Anfällen bei Tieren gibt, muss man bedenken, dass der Wirkstoff bei einem Epileptiker mit einer potentiell genetischen Anomalie anders wirken kann, als bei einem gesunden Hund. Somit gilt für mich: Anbehandlung nur bei absolut begründetem Risiko oder einer nachgewiesenen Diagnose, eine Diagnose machte eine Behandlung notwendig und somit das Risiko vertretbar.“

 

  • Können ätherische Öle und/ oder Lebensmittel Auslöser für Anfälle sein?

 

„Geruchsstoffe oder andere Einflüsse auf unsere Sinne wurden in der Humanmedizin als relevant beschrieben, in der Tiermedizin kann man dazu leider nichts sagen. Jedoch kann ich mir vorstellen, dass dies auch eine Relevanz hat und in der Zukunft beachtet werden sollte. Bei Lebensmittel bestehen viele Unklarheiten. Die Diskussion jedoch über „Getreide“ ist eine Mund-Propaganda ohne wissenschaftlichen Boden in der Tiermedizin.“

 

  • Wenn Sie die Wahl zwischen 1.Barf 2.Trockenfutter oder 3.Dosenfutter hätten, was würden Sie wählen?

 

„Kein speziellen Fütterungsregime ist die Eine, es muss nur richtig und bedarfsgerecht sein.

Keine Fütterung ist die Optimalste oder Beste in einem allgemein zu übertragendem Sinne, somit würde ich hier sagen, IMMER INDIVIDUELL entscheiden, und mindestens einmal im Leben durch eine tierärztliche Ernährungsberatung auf den Nährstoffbedarf überprüfen lassen. Bis heute wissen wir in der Tiermedizin nicht, ob ein Mangel bestimmter Stoffe, Epilepsie oder Krampfanfälle begünstigen oder verbessern können. Ich hoffe, dies in der Zukunft durchleuchten zu können.“

 

  • Bekommt ein Hund mit sekundärer Epilepsie weiterhin Anfälle, wenn die Ursache behandelt wurde?

 

„Schwere Frage –  Es kommt ganz darauf an, was die Ursache ist und wie lange die Epilepsie zuvor bestand. Auch wenn eine manchmal Ursache gefunden und behoben werden könnte, kann durch das bestehende Plus-Minus Ungleichgewicht weiterhin die Epilepsie erhalten bleiben. Zum Beispiel: Lebershunt – Verbindung zwischen Zu- und Abfluss in der Leber, unvollständige Entgiftung, Ammoniakerhöhung > Vernarbung im Gehirn, Lebershunt wurde chirurgisch behoben, Vernarbung bleibt bestehen > Epilepsie erhalten.“

 

  • Wie kann man einen epileptischen Anfall von einer Synkope unterscheiden?

 

„Kardinalszeichen eines epileptiformen Anfalls sind geistige Abwesen- oder Eingeschränktheit, vegetative Symptome, wie Speicheln, Harn- und Kotabsatz, Dauer: Sekunden bis Minuten, und eine posiktale Phase der Erholung. Bei einer Synkope – oder dem Bewusstseinsverlust durch eine Herz-Kreißlaufproblematik – ist der „Anfall“ in der Regel nur Sekunden, es treten keine Ruderbewegungen oder Verkrampfungen auf, der Patienten ist vollständig abwesend, steht auf und läuft weiter. ABER – Immer wichtig ggf. abzukären.“

 

  • Was sagen Sie zu alternativen/ unterstützenden Behandlungen wie Kaisernatron und kollodialen Gold?

 

„Damit habe ich absolut keine Erfahrung. Es gibt keine wissenschaftlichen Nachweise oder Untersuchungen (weder für noch dagegen) bei beiden Stoffen, lasse ich somit – zum Schutze meiner Patienten – die Finger davon. Prinzipiell sollte man hier aber die Interaktion mit dem Medikamenten in Betracht ziehen und ggf. als Störfaktor eliminieren. Gerade der Einsatz auch von minimalen Dosis im Rahmen der Alternativmedizin oder Kräuter aus der TCM können toxisch oder anfallsfördernd wirken.“

 

  • Könnte es sein, dass Menschen besser/ schneller Medikamentös einstellbar sind, als Tiere/ Hunde?

 

„Wie beim Menschen, sind 30% der Hunde schwer einstellbar und werden als resistent bezeichnet. Prinzipiell gibt es aber beim Menschen deutlich mehr Medikamente, wodurch dies verfälscht so erscheinen kann.“

 

  • Ist eine Kastration von Vorteil?

 

„Dies ist individuell abzuwägen, bis dato gibt es keine Empfehlungen hinsichtlich dessen. Gerade bei einer Läufigkeitsbedingten Epilepsie (katamential) kann dies zu einem Ungleichgewicht führen und sogar eine Verschlechterung bewirken. Beim Rüden würde ich die Kastration vom Stresspegel während der „Paarungszeit“ abhängig machen, und ob ein Zusammenhang mit der Epilepsie zu sehen wäre.“

 

  • Wird an einem Gentest geforscht, genauso wie der für zB.MDR?

 

„Geforscht wird in diese Richtung immer, speziell für bestimmte belastete Rassen, nur die Analyse des Genoms ist hoch-komplex und dauert Jahrzehnte!

Gentests existieren aktuell:

  • Lafora-Epilepsie (Speicherkrankheit) – Beagle, Rauhaardackel, zu den weiteren Hunderassen, bei welchen man diese Erkrankung begegnet, sind z.B. Basset, Zwergpudel und Großpudel, Pointer, Welsh Corgi oder Beagle.
  • DIRAS-Mutation oder Myoklonische Epilepsie beim Rhodesian Ridgeback
  • Beim Lagotto Romagnolo tritt eine Form der Epilepsie auf, die verknüpft ist mit Symptomen im frühen Lebensalter der Hunde. 

Weil es somit für viele keinen Gentest gibt, müssen umfangreiche Untersuchungen zum Ausschluss struktureller oder metabolisch-toxischer Anfallsursachen durchgeführt werden. Genetische Epilepsie kann man nur diagnostizieren, indem man alle anderen möglichen Ursachen ausschließt.“

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Vielen lieben Dank für die vielen informativen Antworten! Und nun noch abschließend ein paar persönliche Fragen…

 

  • Was war ihr schönstes Erlebnis als Tierarzt?

 

„Es waren zu viele als diese hier zu nennen, weil jedes Tier besonders ist und für mich behandelt wird, wie als wäre es mein eigenes.“

 

  • Was ist ihre Passion?

 

„Simpel und kurz: Diesen Lebewesen, unseren geliebten Vierbeinern und Tieren, eine Stimme zu geben, die keine haben.“

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Ich möchte Ihnen ganz herzlich danken. Für ihre Zeit, ihre Arbeit und ihr Dasein. Es ist wundervoll, dass es einen Tierarzt gibt wie Sie es sind.

Susann Leumer mit Kenai und Rudel..

 

Links zu Dr.Benjamin Andreas Berk:

https://www.facebook.com/DrBABerk/

https://www.rvc.ac.uk/about/our-people/benjamin-andreas-berk

Urlaubsfahrten ja oder nein?!

…das ist hier die Frage

Zuhause hat Kenai sehr viel Sicherheit und Gewohnheit. Der Alltag läuft generell gleich ab, so dass der Stress minimiert werden kann.

Doch was ist mit dem langersehnten Urlaub? Klar- Flugzeugurlaube kamen schon lange nicht mehr in Frage, doch was ist mit Autoreisen? Kenai kennt tägliches Autofahren, aber eine neue Umgebung ist für Frauchen und Herrchen ja schon allein ganz aufregend.

Für uns kam von Anfang an nicht in Frage die Hunde in Pension zu geben. Freunde, die im häuslichen Umfeld auf sie aufpassen schon eher. Aber so oder so ist es ein enormer Stress für Kenai, wenn ich nicht zu Hause bin.

Also war sehr klar, dass ein Urlaub mit den Hunden ansteht. Zwischen Ferienhaus und Hotel hatten wir ebenfalls schon Anfang des Jahres eine klare Entscheidung für das Haus gewählt. So ist es möglich einen ähnlichen Alltag, wie zu Hause zu führen: frühstücken..spazieren.. relaxen..kochen etc..

Mein lang ersehnter Wunsch war jedoch das Reisen mit dem Wohnmobil.. und tatsächlich gibt es Anbieter, die die Mitnahme von Hunden gestatten. Wir haben uns für HZD- Hundezentrum Dormagen entschieden und sind heute unseren 6.Tag unterwegs. Erster Halt in der Nähe des Sachsenrings. Dank der Größe, des Mobiles war es uns sogar möglich die Hunde während unserer 3 stündigen Abwesenheit zu trennen. Die Tür im Schlaf/ Dusch/ WC-Bereich trennt den Bereich zu der Wohn/Fahrkabine. Für uns extrem wichtig, da die Enge in Kombination mit einem Anfall von Kenai im Rudel gefährlich werden kann.

Der zweite Stopp war am Tegernsee. Und wer hätte das gedacht…Kenai ist der gechillteste Hund während der Fahrten:

Er war der Einzige im 4er Rudel, der die gesamte Fahrt geschlafen hat ♡. In den Bergen wählen wir extra kürzere Wanderwege, weil Kenai aufgrund der Medikamente schlapper ist/ teilweise schwankend auf den Beinen.

Aber Wasser geht immer! So auch der 3.Stopp in Kreuth an der Klamm. Während der Wanderung kühlt sich Kenai immer wieder im Wasser ab. Ein Traum, so fällt es uns auch gar nicht schwer den Moment zu genießen und nicht Strecke xy in Zeit z zu schaffen.

Morgen geht es weiter an den Schliersee. Das erste Mal auf einen richtigen Campingplatz. Dank des netten Besitzers sollen wir einen Platz abgelegen und halb im Schatten bekommen.  Direkt am See ♡ Kenai wird sich wie bolle*freuen…

Also…wir können das Reisen mit dem Mobil sehr empfehlen. Jeden Tag hat man das Zuhause mit dabei und hat dennoch die Möglichkeit viele Orte zu sehen. Und auch Zeit für das Alleinsein ohne Hunde ist möglich. Wir waren schon ein paar mal mit den Mountainbikes einkaufen oder was essen. Vorher mit den Hunden gewandert und dann konnten sie in unser Abwesenheit perfekt schlafen und Kraft tanken.

Von Kenai gibt es zum Thema Urlaubsfahrten ein Klares JA!

Was für’s Herz…

„Hunde kommen in unser Leben, um zu bleiben…

… Sie gehen nicht fort, wenn es schwierig wird, und auch, wenn der erste Rausch verflogen ist, sehen sie uns noch immer mit genau diesem Ausdruck in den Augen an. Das tun sie bis zu ihrem letzten Atemzug. Vielleicht, weil sie uns von Anfang an als das sehen, was wir wirklich sind: fehlerhafte, unvollkommende Menschen. Menschen, die sie sich dennoch genau so ausgesucht haben. Ein Hund entscheidet sich einmal für den Rest seines Lebens. Er fragt sich nicht, ob er wirklich mit uns alt werden möchte.

Er tut es einfach.

Seine Liebe, wenn wir es erst verdient haben, ist absolut.“ ♡

Picasso

Haustierarzt und/vs. Neurologe

Viele von uns kennen den genauen Unterschied zwischen Hausarzt, Neurologe, Hautarzt, Zahnarzt etc.in der Humanmedizin. Doch wie sieht es in der Veterinärmedizin aus?

Wir mussten uns schon vor ein paar Jahren mit der Thematik auseinandersetzen als sich Mika übermütig im Spiel seinen Eckzahn abbrach. Unser Tierarzt überwies uns damals zu Herrn Dr.Zahner einem Zahntierarzt. Bis dato wusste ich gar nicht, dass es diese Spezialisierungen gibt, abgesehen von dem sehr passenden Namen Dr.Zahner 😉

Als Kenai seinen ersten Anfall hatte, fuhren wir noch am selben Tag zu unserem Tierarzt. Schnell wurde klar, dass es ein Anfall war, aber wer genau konnte uns nun  weiter helfen? Aufgrund einer genauen Diagnostik wurde uns empfohlen einen Neurologen aufzusuchen, um dort ggf.eine Mrt/ Liquoruntersuchung durchzuführen.

Wir sind damals in die Klinik nach Hofheim im Taunus gefahren. Herr Dr.Thilo von Klopmann hatte sich damals sehr viel Zeit genommen, um uns alles bzgl. der Thematik zu erklären. Er war sehr einfühlsam und erklärte uns die weiteren Schritte/ Möglichkeiten, die wir hatten. Uns wurde sehr schnell klar, dass ein sogenannter Haustierarzt dieses Fachwissen gar nicht aufbringen konnte ohne es studiert/ promoviert zu haben. Nun wäre für eine dauerhafte neurologische Begleitung der Weg nach Hofheim mit 2std.Autofahrt zu weit gewesen. So traten wir über Empfehlungen an unsere jetzige Neurologin Frau Bathen Nöthen in Köln ran. Seit 1.5 Jahren begleitet sie uns. Bei aufkommenden Fragen beantwortet Sie diese via Email so schnell es geht, teilweise sogar am späten Abend oder Wochenende. Eine aufopfernde Rolle, die eine in dem Falle Neurologin da auf sich nimmt.

Nun weiß vielleicht der ein oder andere Leser unter Euch, dass Kenai seit einiger Zeit wieder unter vermehrten Anfällen leidet. Im www/ bei Facebook habe ich schon viel von Herrn Dr.Dr.Berk gelesen. Ein Neurologe, der in London arbeitet und zeitweise in München und Strassheim in der Praxis tätig ist. Die Wartezeiten und die Anfahrt in den Süden sind sehr lang. Dennoch las ich immer so viel Gutes über ihn.

Ich überlegte für mich..wie würden wir Menschen handeln? Was wenn die bisherige Medikation aufgrund Ursache xy nicht ausreichend  wirksam ist.?

Ganz klar: wir würden uns eine 2. Meinung einholen. Und genau das fühlte sich für mich 100% richtig an. Ich vereinbarte einen Termin bei Herrn Dr.Dr.Berk. Aufgrund eines vorerst gewählten Telefontermines hatten wir nur eine Wartezeit von 4 Wochen.

Heute war es soweit und was soll ich sagen? Das Warten hat sich gelohnt!

Wir haben 1std.lang telefoniert und ich habe mich zu 100% verstanden und professionell beraten gefühlt. Herr Dr.Berk hat sich zum einen Zeit genommen und zum anderen hat er mir jeden einzelnen Schritt verständlich erklärt. Vorab wurde mein Wunsch/ mein Ziel welches ich an ihm habe offen gelegt und während des Gespräches und am Ende nochmals abgeglichen. Dadurch hatte ich ein sehr gutes Gefühl, welches sich selbstverständlicher Weise auch auf Kenai projiziert. Warum auch immer habe ich nach dem Telefonat Hoffnung bekommen. Mehr denn je ♡

Fazit aus unserem Telefonat:

Wir werden die Medikamente unter Abstimmung mit unserem Haustierarzt und unserer Neurologin verändern. Wir werden ein Medikament etwas hochfahren und ein Anderes auf Dauer absetzen. Der sogenannte HoneymoonEffekt, welcher sich bei z.B.Levetirazepan einstellt, wenn man es als Dauergabe gibt könnte eintreffen. Im zweiten Schritt werden wir die Ernährung anpassen. Schlüsselwort: Katogene Ernährung. Aber eins nach dem anderen.

Viele Tipps, die er mir gegeben hat, werde ich zeitnah umsetzen: z.B.im optimalen Falle 3 std.vor und nach der Tablettengabe kein Futter anzureichen. Durch den ummantelnden Futterbrei kann Phenobarbital z.B.Luminal bis zu 25% weniger aufgenommen werden. Eine Störquelle, die es je nach Managment möglich ist auszuschließen.

Ich kann jedem von Euch, der bisher *nur bei seinem Haustierarzt in Betreuung ist, raten einen Neurologen aufzusuchen. Das Wissen/ die Erfahrung sind im EpilepsieManagment sehr wichtig. Und manchmal bedarf es auch eine 2.Meinung, um dann gemeinsam einen Weg zu finden ♡

 

Die Balance zwischen Ruhe und Aktivität

Wie finde ich für Kenai die richtige Balance?

Zu Beginn der Krankheit habe ich mir zunächst keine großen Gedanken darüber gemacht. Der Alltag blieb gleich. Ich war damit beschäftigt herauszufinden was Kenai da eigentlich hat.

Doch dann kamen mehr und mehr Anfälle, so dass ich einen größeren Fokus auf die möglichen Auslösefaktoren legte. Was hat er gefressen? Welche Stressfaktoren spielen eine Rolle?  Was hat er vorher gemacht? War etwas anders als sonst…?

Spätestens als ein Anfall einen Tag darauf folgte, als ich mit Kenai ausgiebig spielte, fing ich an zu glauben, dass ich diese Reize abstellen oder stark eingrenzen müsste. Ich begann damit Spiele weg zu räumen und Spaziergänge lediglich zum Lösen zu nutzen. Und eine für mich mit schwierigste  Entscheidung: ich nahm Kenai aus der Arbeit raus*.

Bei einem Aussie keine so gute Idee. Relativ schnell merkte ich, dass Kenai unausgeglichen wurde. Er hatte Langeweile und ich ein schlechtes Gewissen. Ich schnappte mir einen Ball und nahm Kenai mit raus zum Spielen. Er freute sich so sehr, dass er sich fast überschlug. Und dann kamen die Gedanken: Wie viel, wie oft darf ich jetzt nochmal werfen? Wie oft verstecke ich den Ball? Ist das Hecheln ein Zeichen dafür, dass sein Körper nicht mehr kann? Wie wirken sich die Medikamente auf seine körperlichen Kräfte aus?

Wer konnte mir all diese Gedanken beantworten? Wie ich heute weiß: Keiner!

Die für Kenai richtige Balance finden. Und auch diese Tag für Tag anzupassen. Wie ist das Wetter? Wie läuft er heute? Hat er müde/ rote Augen? Wieviele Medikamente nimmt er zurzeit? Um einige Sätze aufzuschreiben, die mich zu dieser Balance führen.

Und v.a.die Gewissheit egal für wieviel Ruhe oder Aktivität ich mich entscheide:

Es ist gut so, wie es ist!

Ich habe aus den mir möglichen Wissen/ meinen Erfahrungen heraus eine Entscheidung getroffen und egal was daraus entsteht: es ist gut so!

Bedenke das bitte auch für Dich! Du handelst aus Deinen Erfahrungen heraus. Keiner kennt deinen Hund so gut wie du! Egal wofür du dich entscheidest: es ist gut so, egal was passiert.

Wenn du das für dich verinnerlicht hast, kannst du mit deinem Hund all die Dinge tun bei denen du ein gutes Bauchgefühl hast. Dein Verstand sagt „ja, das ist gut so!“.

Und genau deswegen waren wir heute am See und haben ein extra Wasserspiel für Kenai eingebaut:

Er hatte so viel Spaß! Und genau das sind die Augenblicke, die wir genießen. Die wir im Hier und Jetzt leben!

Ich wünsche Euch ganz viele solcher wundervollen Momente der Verbundenheit und den gemeinsamen Spaß. Das gibt Kraft für all das, was kommt

Die große Angst vor…

…ja vor was eigentlich genau?

Uns begleiten seit nun fast 2.5 Jahren Kenais Anfälle. Eine vermeintlich lange Zeit mit vielen unterschiedlichen Gefühlen, die ich durchlebt habe.

Angst war immer dabei.

Nur wovor? Ich habe für mich drei wesentliche Ängste zusammen gefasst:

1.Angst vor einem neuen Anfall und nicht zu wissen wann er kommt

2.Angst ihm nicht helfen zu können und

3.Angst ihn zu verlieren

Die Ungewissheit ist in den Phasen zwischen den Anfällen immer wieder da. Mal mehr mal weniger. Oft erlebt man im Alltag Schrecksekunden: wenn Kenai zu schnell aufsteht, wenn er schmatzt, wenn er starr und anteilnahmslos in die Luft schaut. Die Angst vor dem neuen Anfall. Aber warum? Ja klar was ist, wenn ich ihm nicht helfen kann? Wenn er einen Anfall bekommt und ich bin nicht bei ihm? Was ist wenn er nicht mehr aus dem Anfall heraus kommt?

Alles Gedankengänge, die ein Jeder Betroffener von uns kennt.

Nur haben wir uns auch einmal bewusst gemacht wie viel wir für unsere Hunde tun? Wir haben in der Regel Kontakt mit Ärzten aufgenommen. Es wurden Untersuchungen gemacht. Unsere Hunde sind medikamentös eingestellt. Ein Hoch auf die heutige Schulmedizin. Sie ermöglicht unseren Hunden länger*/schmerzfreier zu leben. Wir haben uns Hilfe in Foren gesucht. Bücher gelesen. Im Internet Recherche betrieben. Und uns mit anderen Menschen ausgetauscht. Es gibt viele unter uns, die alternative Heilmethoden als Unterstützung hinzu genommen haben. Wir sorgen dafür, dass unsere Hunde regelmäßig ihre Medikamente bekommen, teilweise 5x am Tag zu genauen Urzeiten.

Wir tun so viel für unsere Hunde! Wir sollten uns genau Das bewusst machen. Wenn wir die Angst haben unseren Hunden nicht helfen zu können, sollte uns gleichzeitig klar sein Was! wir schon alles getan haben. Wir haben in der Regel Notfallmedikamente im Haus und würden wenn es hart auf hart kommt in die Klinik fahren. Dort gibt es Ärzte, die unter Garantie all ihr Können anwenden und unsere Hunde versuchen zu retten.

Wir sollten uns das bewusst machen! Für mich, wenn ich diese Gedanken durchgehe, sehr wertvoll, denn die erste Angst vor dem Wann, wird abgemildert mit dem Wissen was ich schon alles für meinen Hund tue. Es beruhigt.

Ja es bleibt die Angst Kenai zu verlieren. Was ist wenn er nicht mehr da ist?

Diese Frage jedoch kann und will ich nicht beantworten, denn sie kommt früh oder später auf jeden von uns zu.

Und ich habe eine wunderschöne Geschichte dazu für Euch:

„Ich sollte einen zehn Jahre alten irischen Wolfshund namens Belker untersuchen. Die Besitzer des Hundes, Ron, seine Frau Lisa und ihr kleiner Junge Shane hingen alle sehr an Belker und hofften auf ein Wunder.

Ich untersuchte Belker und fand heraus, dass er schwer krebskrank war. Ich sagte der Familie, dass wir nichts mehr für Belker tun konnten und bat ihnen an, ihn in seinem Zuhause einzuschläfern.

Während den Vorbereitungen sagten mir Ron und Lisa, sie glaubte, es wäre gut für Shane, wenn er dabei wäre. Sie glaubte, Shane könnte etwas dabei lernen.

Am nächsten Tag war es soweit. Shane wirkte so ruhig und streichelte seinen Hund zum letzten Mal. Ich fragte mich, ob er überhaupt verstand, was da vor sich ging. Nach wenigen Minuten schlief Belker friedlich ein. Der kleine Junge nahm das ziemlich gelassen hin.

Wir saßen anschließend noch eine Weile zusammen und sprachen darüber, warum Tiere kürzer leben als Menschen. Shane, der uns zugehört hatte, sagte plötzlich ‚Ich weiß, wieso.‘

Überrascht wandten wir uns ihm zu. Was er dann sagte, überraschte mich sehr. Ich habe noch nie eine so schöne Erklärung gehört.

Er sagte: ‚Menschen werden geboren, damit sie lernen, ein gutes Leben zu führen – dass sie alle lieb haben und nett sein sollen, stimmt’s? Naja, Hunde wissen schon wie das geht, also müssen sie nicht so lange auf der Welt bleiben.‘

Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute für Eure Fellnasen. Ihr leistet so viel und ihr könnt Euch sicher sein, dass sie dankbar für all Eure Hilfe sind. Und wenn die Zeit gekommen ist, bleiben sie für immer in unseren Herzen ♡

ein unverhofftes Wiedersehen…

…heute morgen lag ich noch schlafend im Bett, als ich plötzlich durch ein Geräusch wach wurde.

Ich hatte es schon weiter nach hinten verdrängt. Die Tage/ Wochen haben mich mehr und mehr vergessen lassen, wie es sich anhört/ anfühlt, wenn Kenai wieder heimgesucht wird.

Heimgesucht von diesen unvorhersehbaren Anfällen. Es war kurz und schnell wieder vorbei. Dennoch war es ein GrandMal Anfall, mit einer kurzen Zeit der Orientierungslosigkeit.

Diesmal war es abgesehen von der Intensität anders. Alle Hunde blieben im Raum, obwohl sie die Möglichkeit hatten raus zu gehen. Sie wollten bei uns bleiben und auch danach taten sie so, als ob nichts gewesen war.

Ist es nicht genau das, was uns von Profis geraten wird? Im Anschluss so schnell es geht wieder in die Normalität über zu gehen..so zu tun und auch zu fühlen als es sei nichts gewesen? Um es Kenai angenehmer zu gestalten, weil er doch auch nicht weiß warum Frauchen gerade so aufgeregt traurig wütend und besorgt ist.

Auch für mich als Coach keine einfache Aufgabe. Mich zu leveln..die Gedankenflut zu sortierten..zu respektieren..Raumzugeben und auch wieder gehen zu lassen.

Vertrauen! Vertrauen ins Leben, das alles so kommt wie es sein soll.

Ich plane meinen Alltag in 0,nix um. Sage Termine ab, um für Kenai da zu sein. Ihm Ruhe nach dem Sturm*zu geben. Uns das Vertrauen zu schenken. Zeit zu Glauben und zu verarbeiten.  Vorbereitet zu sein, mit all der Kraft in uns..egal was kommt.

Ich liege mit Kenai und den Anderen auf dem Sofa. Atme ganz bewusst und genieße die Ruhe.

Für all diejenigen unter Euch, die eine Auszeit benötigen..gerade dann, weil sie ähnliches erleben…möchte ich eine kleine Trance schenken ♡

Es ist eine Art Traumreise, um Energie zu tanken..zur Ruhe zu kommen.. ich wünsche Euch viel Spaß beim Hören und bitte Euch die Trance nicht unterwegs beim z.B.Autofahren zu hören.

Nimmt Euch die Zeit Zuhause in aller Ruhe…

 

Gastbeitrag zum Thema: Tierkommunikation und energetische Heilarbeit

Es folgt ein Gastbeitrag von Anke Gocke, die uns seit einigen Jahren  begleitet und uns v.a.seit Kenai’s Anfällen zur Seite steht.

Danke dafür liebe Anke!

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Wie kann Tierkommunikation und energetische Heilarbeit helfen?

Susann ist für die feinenergetischen Heilweisen offen. Weiß sie doch selbst durch ihr Therapieangebot, wie wichtig Einfühlungsvermögen und ein offenes Herz ist. So waren die Tierkommunikationen (TK) mit allen Hunden für sie bereits vor Kenais Anfällen eine geschätzte Ergänzung zur eigenen Intuition.

Da unsere Hunde nicht so sprechen können, wie wir Menschen es gewohnt sind, hat Susann mich als Tierkommunikatorin auch um Unterstützung gebeten, als die Anfälle losgingen. Es gab einige Sitzungen mit Kenai, in denen der kommunikative Austausch mit ihm im Vordergrund stand und einige Sitzungen, in denen ich heilenergetisch mit ihm gearbeitet habe.

Im Idealfall bekomme ich Impulse vom Tier, die übermittelt werden. Kenai hat mir oft heftige Kopfschmerzen vermittelt, es fühlte sich im ganzen Körper an wie ein Kribbeln, was im Kopf am stärksten war. Diese Informationen ergänze ich in der energetischen Arbeit mit einem Aurascan und der Harmonisierung des Chakrensystems, so dass ich mir im wahrsten Sinne des Wortes ein „Bild“ machen kann. Der Hals sah dabei aus wie energetisch abgeschnitten vom Rest des Körpers, eine Osteopathin bestätigte eine massive Blockade der Halswirbelsäule, die gerichtet wurde.

Kenai hat die Heilsitzungen mit mir immer sehr genossen und auch heute, wenn ich besondere Sitzungen mache, in denen ich die Tiere einlade sich die Heilenergie zu nehmen – ohne dass daraus ein Auftrag für die Halter entsteht –  ist er oft und freudig dabei.

Ich konnte Kenai nicht heilen, ihm jedoch soweit Linderung verschaffen, wie es der Seelenplan vorgesehen hat. Und Susann konnte ich in vielen schwierigen Situationen mehr Handlungssicherheit durch den Austausch über die TK vermitteln.

Heilung geht mit unserem Seelenplan einher und kann nur soweit greifen, wie es in der Situation vorgesehen ist. Ich glaube, dass es für alle Beteiligten wichtig war, in dieser Form die Krankheit zu er- und durchleben und an die Öffentlichkeit zu gehen, Stärke zu zeigen, aufzuklären. Es gibt so viele HundeverkäuferInnen, die nicht so sehr an der Gesundheit ihrer Welpen interessiert sind, sondern eher an der Füllmenge ihres Kontos. Dieser Blog ist ein wichtiger Teil der Auf“Klärung“. Klare Worte sollten mit allen Konsequenzen ins Leben gerufen werden, weil das, was hier steht Mut braucht und Mut macht. Weil es euch zeigt, dass ihr nicht allein seid mit euren Sorgen.

Ich freue mich, dass ich ein Teil von Kenais Geschichte sein darf und ich danke dir Susann für dein Vertrauen, das du in meine Arbeit setzt.

Wenn ihr euch über die TK und Energiearbeit informieren wollt, könnt ihr das gerne über www.ankegocke.de oder über die Seite www.herznote.schule, wo die professionelle Ausbildung zum/zur TierkommunikatorIn angeboten wird.

Herzensgrüße an euch und eure tierischen Begleiter 😊

Unser Weg zur TCM

Auch hier haben wir aufgrund unseres Aufrufes bei Facebook eine Bekannte von Kenais Geschichte erzählt. Sie schrieb uns eine PN und empfahl uns die TCM in unseren Behandlungen mit einzubeziehen. Nachdem Sie ihre TCM -Behandlerin nach einer Adresse für uns in der Nähe fragte, nahmen wir direkt Kontakt mit Frau Dr.Ina Gösmeier auf.

Nach einem kurzen Gespräch am Telefon sollten wir Haare von Kenai und seine Krankheitsgeschichte aufschreiben und an Sie via Post schicken. Nach ca.einer Woche bekamen wir eine Rückmeldung und nach weiteren 2 Tagen die ersten Medis- chinesische Kräuter zugeschickt.

Wie funktioniert das mit dem Fell?

Das habe ich mich auch gefragt und bin auf einer Internetseite fündig geworden:

Biofeld Haaranalyse für Hunde

Menschen, Hunde und Pflanzen werden von pulsierenden Biofeldern umgeben. Diese stehen im ständigen Austausch mit der Umwelt. Jedes Organ, das Gewebe und das Zellsystem stellen Biofelder dar und befinden sich im ständigen Kontakt mit dem gesamten Organismus. Über unsere inneren und äußeren Biofelder sind wir mit unserer Umwelt vernetzt. Das für uns sichtbare (verdichtete) Biofeld nennen wir Materie. Gerät der Hund durch körperliche oder emotionale Einschnitte aus seinem Fließgleichgewicht, werden die Biofelder schwächer: Das Befinden ist gestört. Wenn nun nicht für eine Harmonisierung gesorgt wird, entsteht ein organisches oder psychisches Erkrankungsbild des Hundes. Mit Hilfe der Biofeld Haaranalyse ist es möglich, gestörte Biofelder zu erkennen. Das Biofeld testen zu lassen, ist einfach und erschwinglich. Die Biofeld Haaranalyse ist ein Informationstest. Informationsträger sind Haare.

(https://www.tierheilpraktikerin-nehls.de/hunde/haaranalyse/)

Jetzt hatte ich zumindest eine Vorstellung vom Ablauf und wenn ich ehrlich bin, greift man nach jedem fünkchen Hoffnung, um Kenai zu helfen.

Zu dem chinesischen Kräutern gibt es folgend ein paar Infos:

Der Einsatz chinesischer Kräuter ist Teil der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM). Ihre Wirkungen haben drei grundsätzliche Ausrichtungen: 1. aktivierend, 2. beruhigend und 3. Energie verteilend. Ihrem Geschmack nach werden die verschiedenen Kräuterpflanzen unterteilt in: süße, saure, scharfe, bittere, salzige und neutrale. Die einzelnen Gruppen haben jeweils einen besonderen Bezug zu einem oder mehreren Meridianen und Organen im Körper.
Ebenso wie die Akupunktur soll die Behandlung mit chinesischen Kräutern den Patienten aus einem Zustand der energetischen Imbalance wieder ins Gleichgewicht bringen.

Anwendungsbereiche:

  • Atemwegserkrankungen/Infekte
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • Herz- Kreislaufstörungen
  • Leistungsabfall
  • Tumorerkrankungen
  • Verdauungsprobleme

(http://www.akupunktur-goesmeier.de/de/therapie/chinesische-kraeuter/)

 

Wie bei Allem ist ist es wichtig, dass man zunächst für sich selbst klärt, ob man dieser Behandlungsform glaubt oder zumindest eine Chance gibt. Sie ist etwas anderes als unsere bekannte Medizin, aber wie heisst es so schön:

wenn’s hilft ist das Wie doch eigentlich egal oder?

Denn bei Kenai ist heute seit 8 Wochen Ruhe ♡

und wir haben bis auf das Natron sonst nichts verändert. Auch keine Medis!

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Katha, die uns den Tipp und die Adresse gegeben hat!

 

PS: selbst unsere Neurologin hat gesagt, dass sie die Unterstützung von TCM sehr begrüßt!