Die große Angst vor…

…ja vor was eigentlich genau?

Uns begleiten seit nun fast 2.5 Jahren Kenais Anfälle. Eine vermeintlich lange Zeit mit vielen unterschiedlichen Gefühlen, die ich durchlebt habe.

Angst war immer dabei.

Nur wovor? Ich habe für mich drei wesentliche Ängste zusammen gefasst:

1.Angst vor einem neuen Anfall und nicht zu wissen wann er kommt

2.Angst ihm nicht helfen zu können und

3.Angst ihn zu verlieren

Die Ungewissheit ist in den Phasen zwischen den Anfällen immer wieder da. Mal mehr mal weniger. Oft erlebt man im Alltag Schrecksekunden: wenn Kenai zu schnell aufsteht, wenn er schmatzt, wenn er starr und anteilnahmslos in die Luft schaut. Die Angst vor dem neuen Anfall. Aber warum? Ja klar was ist, wenn ich ihm nicht helfen kann? Wenn er einen Anfall bekommt und ich bin nicht bei ihm? Was ist wenn er nicht mehr aus dem Anfall heraus kommt?

Alles Gedankengänge, die ein Jeder Betroffener von uns kennt.

Nur haben wir uns auch einmal bewusst gemacht wie viel wir für unsere Hunde tun? Wir haben in der Regel Kontakt mit Ärzten aufgenommen. Es wurden Untersuchungen gemacht. Unsere Hunde sind medikamentös eingestellt. Ein Hoch auf die heutige Schulmedizin. Sie ermöglicht unseren Hunden länger*/schmerzfreier zu leben. Wir haben uns Hilfe in Foren gesucht. Bücher gelesen. Im Internet Recherche betrieben. Und uns mit anderen Menschen ausgetauscht. Es gibt viele unter uns, die alternative Heilmethoden als Unterstützung hinzu genommen haben. Wir sorgen dafür, dass unsere Hunde regelmäßig ihre Medikamente bekommen, teilweise 5x am Tag zu genauen Urzeiten.

Wir tun so viel für unsere Hunde! Wir sollten uns genau Das bewusst machen. Wenn wir die Angst haben unseren Hunden nicht helfen zu können, sollte uns gleichzeitig klar sein Was! wir schon alles getan haben. Wir haben in der Regel Notfallmedikamente im Haus und würden wenn es hart auf hart kommt in die Klinik fahren. Dort gibt es Ärzte, die unter Garantie all ihr Können anwenden und unsere Hunde versuchen zu retten.

Wir sollten uns das bewusst machen! Für mich, wenn ich diese Gedanken durchgehe, sehr wertvoll, denn die erste Angst vor dem Wann, wird abgemildert mit dem Wissen was ich schon alles für meinen Hund tue. Es beruhigt.

Ja es bleibt die Angst Kenai zu verlieren. Was ist wenn er nicht mehr da ist?

Diese Frage jedoch kann und will ich nicht beantworten, denn sie kommt früh oder später auf jeden von uns zu.

Und ich habe eine wunderschöne Geschichte dazu für Euch:

„Ich sollte einen zehn Jahre alten irischen Wolfshund namens Belker untersuchen. Die Besitzer des Hundes, Ron, seine Frau Lisa und ihr kleiner Junge Shane hingen alle sehr an Belker und hofften auf ein Wunder.

Ich untersuchte Belker und fand heraus, dass er schwer krebskrank war. Ich sagte der Familie, dass wir nichts mehr für Belker tun konnten und bat ihnen an, ihn in seinem Zuhause einzuschläfern.

Während den Vorbereitungen sagten mir Ron und Lisa, sie glaubte, es wäre gut für Shane, wenn er dabei wäre. Sie glaubte, Shane könnte etwas dabei lernen.

Am nächsten Tag war es soweit. Shane wirkte so ruhig und streichelte seinen Hund zum letzten Mal. Ich fragte mich, ob er überhaupt verstand, was da vor sich ging. Nach wenigen Minuten schlief Belker friedlich ein. Der kleine Junge nahm das ziemlich gelassen hin.

Wir saßen anschließend noch eine Weile zusammen und sprachen darüber, warum Tiere kürzer leben als Menschen. Shane, der uns zugehört hatte, sagte plötzlich ‚Ich weiß, wieso.‘

Überrascht wandten wir uns ihm zu. Was er dann sagte, überraschte mich sehr. Ich habe noch nie eine so schöne Erklärung gehört.

Er sagte: ‚Menschen werden geboren, damit sie lernen, ein gutes Leben zu führen – dass sie alle lieb haben und nett sein sollen, stimmt’s? Naja, Hunde wissen schon wie das geht, also müssen sie nicht so lange auf der Welt bleiben.‘

Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute für Eure Fellnasen. Ihr leistet so viel und ihr könnt Euch sicher sein, dass sie dankbar für all Eure Hilfe sind. Und wenn die Zeit gekommen ist, bleiben sie für immer in unseren Herzen ♡

Eine Antwort auf „Die große Angst vor…“

  1. Ich habe deinen Blog gefunden, als ich die Fragen für Dr. Berk durchgelesen habe.
    Es hat mich zu Tränen gerührt.
    Was und wie Du geschrieben hast.
    Merlin meine Epi Nase hatte heute zwei Anfälle.
    Ich versuche ruhig zu bleiben, als reiner GefühlsMensch ,klappt das nur nach außen, innerlich verkrampft mich die Angst loszulassen.

    Gut ich schweife ab.
    Ich Danke Dir für deinen/Kenais Blog.
    Deine Angst ist meine Angst.
    Ich wünsche euch eine lange Anfallfreie Zeit.
    Danke, deine Worte sind so war.
    LG Monika Salomo und Merlin.

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